Jack

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Mein kleiner Freund Jack, Schwarzer Cocker aus Taccoronto, geboren um an den Folgen seiner Peinigung zu sterben.

Es war Juni, ich erinnere mich noch genau als Jack zu uns kam. Ich war damals bei meiner Freundin, als meine Tochter mich anrief, Mama hier wartet ein schwarzes Knäuel das gerne Gassi geht, darf er bleiben?
Ich sagte ja. Zwei Tage später, kam ich aus dem Urlaub zurück, irgendwann am Nachmittag kam dann meine Tochter mit unserem großen Hund Rocky ebenfalls misshandelt aus dem Tierheim Kirchhoven und unserem Neuzugang Jack.

Er kam schwanzwedelnd auf mich zugelaufen, so als ob er sagen würde, hier bin ich sicher, hier darf ich bleiben.

Was war passiert? Das Schicksal hatte Jack unsagbar mitgespielt, nicht nur dass man ihn an einer 10cm langen Kette in Spanien auf Beton gehalten hat, nein sein ganzer Rücken war mit einer Axt aufgehauen. Unglaublich dieser Anblick.

Gleich am nächsten Tag fuhr ich mit Jack zur Tierklinik. Er wurde dann dort über ein Jahr medizinisch versorgt, von Tag zu Tag lebte er mehr auf.

Mein damaliger Freund der Hundetrainer war und ich kümmerten uns aufopferungsvoll neben noch 7 Hunden um Jack.

Morgens wenn mein Freund Hunde trainieren fuhr, stand Jack immer schon an der Türe und wartete, denn er wusste das er immer neue Hunde treffen durfte. Ein schöner Anblick jeden Morgen diese Erwartungshaltung und die Spannung im Körper des Hundes zu merken.

Vier Jahre begleitete uns Jack überall hin, im Sommer schwamm er im Baggersee, das war lustig, die Ohren oben, Cocker unten. Im Winter spielte er mit Schneebällen.

Dann eines Abends, es war Freitag, Jack sprang wie immer auf seinem Lieblingsplatz auf der Couch, auf einmal schrie er auf, konnte nicht mehr laufen. Sofort fuhren wir in die Tierklinik, Jack bekam eine Spritze, man dachte er habe sich den Nerv eingeklemmt. Spät am Abend wurde es schlimmer. Wir wieder zurück in die Tierklinik, diesmal blieb Jack da.

Von Tag zu Tag ging es Jack schlimmer. Mo.wollte man ein CT machen, ich war also Mo.um 7 Uhr in der Klinik, als ich aufgerufen wurde und ins Behandlungszimmer kam, war da nicht wie Erwartens mein Hund Jack, sondern nur eine Tierärztin mit Tränen in den Augen. Sie erklärte mir dann, dass Sie für Jack nichts mehr tun konnten. Seine Blase war überflutet, der Kot kam aus dem Mund, er robbte wie ein Seehund. Was war passiert? Auf Grund seiner Misshandlungen waren Nervenbahnen im Rücken angerissen, bei dem Sprung auf die Couch sind sie durchgerissen. Dann holte man mir meinen Jack, man legte Ihn mir in die Arme, meine Tränen liefen, ich gab Ihm einen letzten Kuss und sagte da wo du jetzt hingehst hast du keine Schmerzen mehr, er schaute mich ein letztes Mal an, gab mir einen Schmatzer und dann ging er für immer.

An diesem Tag schrieb ich folgendes für Jack:

Lieber Cocker Freund,

leider blieb uns nicht viel Zeit Dir zur sagen wie sehr wir Dich alle geliebt haben, konnten Dir nicht „Danken" für die Freude, die du uns gemacht hast.
Hier ist jetzt ein Loch, was keiner fühlt, Schmerzen der Trauer, aber auch Wut über die Menschen die Dir soviel angetan haben, mögen die Ihre Ruhe nie finden.
Deine Geburt war ein Schicksal, ein Teil Deines kurzen Lebens die Hölle, jetzt wo Du es gut hattest musstest Du gehen.
Schlafe gut mein kleiner Freund, in unseren Herzen bist Du bei uns.

In Liebe Deine
Hundemami