Lukas

1 vorsicht bissig
2 mein Menschenwelpe
3 gibts was
4 terasse bewachen

 

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Lukas – meine Geschichte

Hallo, ich bin Lukas. Unschwer zu erkennen, ein reinrassiger Terrier-Mischling. Meine Geschichte beginnt in Alicante, Spanien. Zumindest hat man das meinen Besitzern erzählt. Dort wurde ich, wie man berichtet, im Oktober 2003 geboren, aber so ganz genau weiß das wohl keiner. Jedenfalls bin ich über irgendwelche (Flug-)Verbindungen im Albert-Schweitzer-Tierheim in Kleve gelandet, wo Herrchen und Frauchen mich im Juli 2004 entdeckt und mitgenommen habe. Der Menschenrüde zeigte reges Interesse an mir, seine Partnerin war wohl nicht so angetan. Die beiden nahmen mich auf einen kurzen Spaziergang mit und entschieden dann recht schnell, mich zu entführen. Ich wusste nicht recht, ob mir das nun gefiel oder nicht. Schließlich wurde ich aus meinem Rudel herausgenommen. Na gut, ich fügte mich erst mal in mein Schicksal und ließ mich brav ins Auto bugsieren. Ganz Gentleman, lag ich meinem neuen Frauchen zu Füßen und rührte mich nicht mehr. „Guck mal, Schatz, wie lieb der ist. Der mag bestimmt gerne Auto fahren.“ – Wenn die wüssten…

 

In meinem neuen Zuhause in Kevelaer wurde ich dann durch die Wohnung geführt. Was ist denn das? Da laufen ja noch zwei Vierbeiner rum. Mmh, 4 Beine, langer Schwanz, spitze Ohren, aber die riechen nicht wie Hunde und die sprechen ausländisch. Miau – komische Sprache. „Aber hallo, ich bin Lukas und soll hier wohl jetzt der neue Herrscher werden. Wer seid ihr denn?“ Oh je, da war ich total schief gewickelt. Herr – oder besser Frau im Haus war die Katze Luna. Die hat mir erst mal klar gemacht, welchen Rang ich hier einnehme. Aber so schlecht war das hier nicht. Es gibt noch einen großen Garten, in dem ich mich austoben und den blöden Kratzbürsten aus dem Weg gehen kann. Die dürfen nämlich nicht raus. Ätsch!

 

So lebte ich mich in meinem neuen, gemischten Rudel ein und wartete nur auf die richtige Gelegenheit, meinen neuen Dosenöffnern zu zeigen, wer ich wirklich war! Nach 3 Tagen braves Hündchen spielen hatte ich nun endgültig Langeweile. Ich machte den Herrschaften klar, dass ich Spielzeug brauche und dass ich gerne und ausgiebig toben will. Gut erzogen habe ich die Familie. Spielzeug wurde angeschleppt: ein geknotetes Seil – sie nennen es „Lümpi“ oder „Beute“, diverse Bälle, Intelligenzspielzeug (zum Futter suchen) und noch einiges andere. Mich interessiert nur mein Lümpi. Intelligent bin ich nämlich, ich weiß, dass ich mein Futter jeden Abend bekomme! Was soll ich da mit so nem ollen Spielzeug. Bälle schmecken nach Gummi, die mag ich überhaupt nicht – außer die angezogenen, ähm, die Tennisbälle.

Inzwischen möchte ich hier gar nie nicht mehr weg. Vor allem hat es mir der Menschenwelpe angetan. Der ist 13 und ich darf jeden Abend mit in sein „Körbchen“. Wenn der morgens in die Schule geht bin ich immer total traurig und belle ihm lauthals hinterher. Aber schmusen mit Herrchen und Frauchen ist auch schön. Hoffentlich darf ich noch lange hier bleiben!