Micha und Zottel
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Zottel ist ca. 2002 auf Teneriffa geboren worden und saß in einer Tötungsstation. Er wurde von Tierfreunden nach Deutschland gerettet, obwohl die Station hier nur kleine Hunde aufnahm, da es große Hunde in den hiesigen Tierheimen zur Genüge gibt.
Durch unseren Schwager, der einen kleinen Hund aufgenommen hatte, sind wir auf Zottel aufmerksam geworden. Da wir schon länger mit dem Gedanken spielten, uns einen Hund zuzulegen, sind wir also nach telefonischer Absprache sonntags zu dieser Pflegestation nach Viersen gefahren. Zottel lag in einem kleinen Körbchen und hat sich in der Tat ganz klein gemacht und niemanden an sich heran gelassen. Wir sind dann nach draußen gegangen und haben uns auf eine kleine Bank gesetzt und so getan, als wenn nichts wäre. Nach einer halben Stunde kam auf einmal Zottel, ist neben mir auf die Bank gesprungen, hat eine Pfote auf mein Bein gelegt und mich angeschaut. Da war es um mich geschehen, obwohl ich mir nichts anmerken ließ. Mein Mann und ich sind noch weitere Hunde anschauen gegangen in den Tierheimen im Umkreis. Abends sagte mein Mann zu mir: wenn wir einen anderen nehmen, was wird dann aus dem Zottelchen?
Ich war immer noch unsicher, da ich noch nie zuvor einen Hund hatte. Alle haben mir Mut zugesprochen und Hilfe angeboten, und so kam unser Zotteli eine Woche später zu uns.
Anfangs war er sehr krank und hat uns viele Sorgen gemacht, dann hat er sich zu einem echten Allround-Talent entwickelt. Er beherrscht ca. 40 Kommandos, hat Spaß an Agility, ist schon in Kindergärten und Grundschulklassen aufgetreten, aber immer auf Zottel-Art (ein wenig grobmotorisch) Da fliegt schon einmal ein Tunnel aus der Verankerung, die Wippe sieht er als Spielzeug zum runterspringen in der Mitte, egal, wir lieben ihn so, wie er ist.
Apportieren ist sein liebstes Hobby, da bringt er auch schon mal das gesamte Bettzeug aus der ersten Etage und freut sich über unsere entsetzen Blicke, will zur Belohnung noch ein feines Leckerlie haben
Micha, geboren November 2005, haben wir dann von der gleichen Pflegestation zu uns genommen, er war neun Wochen alt, seine Elterntiere sind aus Rumänien, beides Mischlinge. Micha ist das genaue Gegenteil von Zottel, was im Welpendasein erst einmal nicht so auffiel: er ist ängstlich, unsicher, mag es überhaupt nicht, wenn er fremde Menschen oder Hunde sieht, bellt alles an, was er nicht kennt. Spaß hat er trotzdem an Agility, aber nur, wenn es nicht zu lange dauert. Bis heute kommt es vor, dass er in unserem Wohnzimmer ab und zu Pipi macht, wenn er irgendetwas hört, was ihn ängstigt, aber nur, wenn wir nicht da sind. Wir glauben, dass es viel mit den Elterntieren zu tun hat, die ihm dieses Verhalten „vererbt" haben.
Ansonsten ist er ganz toller Hund, der neben vielen Spaziergängen viele Streicheleinheiten jeden Tag braucht. Unsere Freundin hat ihn Seidenhund getauft, weil er ein so tolles Fell hat.
Obwohl wir bei Micha immer gut aufpassen müssen, dass er nicht fremde Hunde oder Personen anbellt, lieben wir ihn und natürlich auch den coolen Zottel, und ein Leben ohne Hunde können wir uns gar nicht mehr vorstellen







